Katharina Sieghartsleitner bildet ab, was sie berührt und bewegt: Weiblichkeiten, Zuhause, Veränderungen in Nuancen, ihre Verbindung mit der Welt durch Tränen, Schleifen und Mißgeschicke. Wenn es schnell gehen muss, greift sie zur Kamera. Worte helfen ihr festzuhalten und zu begreifen, was sie da eigentlich tut. Außerdem zeichnet sie. Sie studiert an der Akademie der bildenden Künste bei Dorit Margreiter Video- und Videoinstallation.
Es bauscht sich auf. Dann muss es schnell gehen. Da hilft die Kamera.
Wasserfarbe ist schneller als das Hirn. Malen verändert körperliche Beschaffenheiten.
Das Wesen mancher Dinge ist so einzigartig greifbar, dass etwas damit passieren muss – ein Bewahren, Einfangen, Festhalten, Verändern, Backen, Weiterspinnen.
Weil Worte sich aufdrängen und neben den Bildern Geschichten warten.
Van Mojo Cäcilia und Gerhard Sieghartsleitner Anja Zehetgruber Eliana Schnabler Sebastian Reiser Theresa Lipp, Michael Zahnschirm Harald Wawrzyniak, Maria Lichtenegger Miriam Raneburger Annette Behrendt Christoph Staber Kulturverein OAG the smallest gallery Lauftheater Graz Zwupp Dorit Margreiter
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Rosa Dinge
8 Tableaus (10,5 x 19cm) und 1 Cover, 2025
Beitrag zu „Mehr als wir brauchen (und trotzdem wollen)“ Pop! Goes the pumpkin No. 11 122 Seiten, gebunden (mit Schutzumschlag) Herausgeberin: Lisa Höllebauer
Autor:innen und Künstler:innen der Anthologie: David Lapuch, Martin Peichl, Kerstin Hatzi, Raoul Eisele und Maren Streich, Klaus Stoertebeker, Anna Hengstberger, Anja Bachl, Johanna Schmidt, Vera Hagemann, Veronika Muchitsch, Katharina Sieghartsleitner, Katrin Fischer, Nadine Mousa Ein Flohmarkt bildet den Ausgangspunkt von Ausgabe No. 11 in der Reihe Pop! Goes the Pumpkin in der Edition Kürbis. Erzählt wird anhand von Gegenständen, die an einem Stand zum Verkauf angeboten werden – darunter bekannte Gegenstände der Popkultur, wie beispielsweise ein Nokia 3310, ein Paar Doc Martens oder die komplette 1. + 2. + 3. Staffel 12-Disc | 3Boxen der Muppets-Show. Die 14 Autor:innen erzählen nicht nur anhand diverser Gegenstände aus der Popkultur, sondern auch in verschiedenen Formen, so sind neben den gängigen Gattungen Prosa, Drama, Lyrik auch ein Hörbuch, eine Graphic Novel oder ein Essay in der Anthologie vertreten, was auch auf diverse Möglichkeiten der Autorschaft und Veröffentlichung hinweisen soll sowie Genregrenzen hinterfragen soll. Des Weiteren sind durch Hörbuch, Fotografie und Graphic Novel multimediale Elemente im Buch vertreten, die die Verschränkung bzw. das Hinwenden hin zu erweiterten Formen der Literatur aufzeigen sollen. Diese Vielzahl von Stimmen und Stilen sorgt für eine reiche und abwechslungsreiche Sammlung, die unterschiedliche Perspektiven und künstlerische Ansätze vereint.
Spinnen und ich haben seit fast genau zehn Jahren (Juni 2016) immer wieder Begegnungen – in meiner Wahrnehmung beinah schicksalshaft. Wie die Spinnen das empfinden kann ich nicht sagen. Jedenfalls habe ich versucht sie zu fotografieren – keine Chance – die Fotos wurden entweder unscharf oder die besagte Spinne war weg bis ich mit der Kamera wieder zurück war. Losgelassen haben sie mich dennoch nicht. Sie mir zu malen hat dann gepasst.
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Plastikflasche
Analoge Fotografien (36mm, Farbe), 2022
Ein Spaziergang im Urlaub. Es war heiß. Wir mussten trinken.
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Der Birnbaum
Aus Vergnügen hatte ich im Herbst Diskokugeln auf den kleinen Birnbaum in der Allee zu unserem Haus gehängt. Die blieben dort. Dann hat es geschneit und ich bin den Baum besuchen gegangen. Jedes Mal hat er anders ausgesehen. Im nächsten Frühjahr, beim Holzarbeiten, ist tatsächlich ein anderer Baum auf den kleinen Birnbaum gefallen. Ich glaube es war eine Buche. Den Birnbaum gibt es also nicht mehr.
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Messer und Blumen
Analoge Fotografien (36mm, Farbe), 2018
Aus einem Zufall nach dem Frühstück hat sich aus dem was da war ein Zyklus ergeben. Der erinnert mich an meinen.
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Brav, lieb, nett, schön
Nähgarn auf Futterstoff (Durchmesser 17cm)
Was immer wieder und immer noch gemeint wird, dass man (als Frau) sein sollte.
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Rosa Panzer
Kunststoffpanzer (6,9 x 3,1 x 3,5 cm) und Spray, 2011
Einmal bin ich mir einen Panzer kaufen gegangen. Ich habe ihn rosa angesprüht (Montana Gold: Rozen Raspberry oder Strawberry, vielleicht auch Lychee) und ihm Umgebungen gebaut. Der Panzer ist das erste Ding, das ich mir extra für Fotos besorgt und dann verändert habe. Die Fotos sind mir immer noch wichtig, weil ich hier das erste Mal das Gefühl hatte etwas ganz eigenes zu schaffen. Ich hab ihn immer noch zusammen mit anderen wichtigen (zum Teil rosa) Dingen bei mir im Atelier.
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Anbinden (Pink)
,Analoge Fotografien (36mm Farbe), 2021
Kurz vor 2019 bin ich aus der Stadt weggezogen – nach Goldes. Dort gibt es Wald, Wiesen, allerlei Natur und ein Auto (statt Gehsteigen, U-Bahnen, Menschen und Fahrrädern). Das war nicht geplant und ich hab gebraucht mit dem Ankommen und Daheim-Werden. Im Nachhinein auf die Fotos geschaut habe ich wohl versucht mich zu verbinden mit dem wo ich bin.
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Paradies/Vertreibung
Wasserfarben auf Papier (A6), 2022
Wie wenig notwendig ist um aus dem Paradies geschmissen zu werden (1 Stückerl Apfel) und natürlich war Eva schuld.
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Barfuss
Beitrag zu „Writers in (Climate) Crisis“ Ein Projekt von Tint Journal und „wir sind lesenswert“ Lisa Höllebauer & Lisa Schantl Lesung 2021 im Klima-Kultur-Pavillion und 2023 im Ramen des Dramatiker*innenfestivals (beides in Graz)
So schreibt der Klimawandel:
Die Texte, die unterschiedlichste Themen aufgriffen, sollten auf die drastischen Zustände aufmerksam machen, in welchen sich Mensch, Natur und Planet bereits befinden. Manche Texte stellten die Klimakrise apokalyptisch dar, andere wiederum entschieden sich für Humor und einen positiven Ausgang. Die Lesung „Writers in (Climate) Crisis“ brachte unterschiedlichste Textformen und Ansätze an einen Ort und gab damit einen Einblick in die literarische Auseinandersetzung mit dem Klimawandel in deutscher und englischer Sprache.
Autor*innen: Bianca Antonia Cosar, Andrea Färber, Monish Gogri, Anna Hengstberger, Maria Leitgab, Susmita Paul, Frederick Reinprecht, Antonia Reissner, Nadia Rungger, Katharina Sieghartsleitner, Sandra Tanzmeister
Das sind die Fotos zu meiner allerersten Ausstellung überhaupt. Da wusste ich den Unterschied zwischen jpg. und RAW. noch nicht. Die Passbilder, bestickt mit rosa Faden, gibt es aber noch.
gibt es aber noch
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Urlaubsbilder
Analoge Fotografien (36mm, Farbe), 2019/2017Weg rauf. Weg runter.
1 Minute vorher. 1 Minute nacher. Himmel im Wasser. Bäume im Wasser.
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Neid
Gips/Tapete/Holz/Papier/hinterleuchtet (2,5 x 3m), 2014gemeinsam mit Marco Wenegger
„In Schaufenstern wird für gewöhnlich Ware zur Schau gestellt. Es ist ein privater Ort und nicht für jeden zugänglich, trotzdem kann, ja soll, jeder ansehen, was sich darin befindet. Eine heile Welt wird uns vorgespielt, die das Schönste und Beste, das die Geschäfte dahinter zu bieten haben, präsentiert. Dieses Schaufenster offenbart jedoch ein Geheimnis, etwas Persönliches, vielleicht sogar Unschönes. Etwas, das nicht jedem sofort erzählt wird und Zeit, Geduld, sowie das Dunkel der Nacht benötigt, um an die Oberfläche zu gelangen.“
the smallest gallery – collaboration space (12/2014 bis 02/2015) https://gat.news/termine/smallest-gallery-neid
Zollamt Bad Radkersburg – Buchstabenfest (05/2015 bis 07/2015) https://www.basis-wien.at/db/event/90906
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Eingerahmt
Digitale Fotografie, 2012
Sicherheit ist eine Nadel. Ungeachtet wie oft ich einen Rahmen darum lege, sie bleibt spitz. Selbst in sich zusammengeklappt ist dieser Zustand nicht verschwunden sondern nur versteckt. Rahmen (Schubladen, Boxen, Kategorien). Die Welt ist eingeteilt und erscheint sicher. Gut verpackt und zusammegehalten ist das Ungewisse. Sicherheit ist vermeintlich.
(Das fertige Bild gehört noch hinter ein Passepartout, Glas und einen Alurahmen.)
Mein Nussbaum, der Weg zu meiner besten Freundin und Opas Schwimmbad. Der Kleiderkasten in meiner Wohnung. Spaziergänge am Abend durch den Park.
In diesen Fotos tauchen zum ersten Mal Schleifen und Bänder in meinen Bildern auf.
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Zwischen Bad, dir und mir und drei Tonnen Schutt
Analoge Fotografien (36mm, Farbe), 2025-26
Am meisten fotografiere ich dort, wo ich mich ganz vertraut und zuhause fühle. In unserem Bad ist das so und bei dir auch. Duschen, Zähneputzen, aufs Klo gehen mit Blick auf die Berge, ein paar schiefe Fliesen und blaue Wände. (Bei Kopfweh ein Bad nehmen und auf den Kaktus vergessen.) Alltägliches. Unser Miteinander ist dort genauso daheim wie unser Nebeneinander. Es ist ein gemeinsames Zimmer, das Bad. Ein intimes Zimmer ist es auch. Und mit dem zartesten Licht im ganzen Haus, weil die Sonne beim Untergehen gleich durch zwei Fenster scheint. Ein kleines Gurgeln, obwohl der Stöpsel der Wanne drin ist, war der Anfang eines ganzen Sommers voll Arbeit und drei Tonnen Schutt, zuerst aus dem Fenster und dann den selben Weg wieder rein. Jede Fliese hatten wir in der Hand und dann an ihren Platz gesetzt, so wie die Leute vor uns deren Fliesen wir rausgestemmt haben – es waren die deiner Großeltern. Wegen ihnen wohnen wir jetzt hier.
(Einreichung: Fotohof „Calling“, 2025)
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Tränen im Taschentuch
Analoge Fotografien (36mm, Farbe), 2021
„I intensly care about what was and is there. (between sheets) between hands, under water, in my palm“
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Gabriel, Katharina und ich
Analoge Fotografien (36mm, Farbe), Sommer 2017
Der Anfang einer Liebesgeschichte.
Im selben Jahr hat mein Laptop den Geist aufgegeben und mit ihm gingen alle meine Bearbeitungsprogramme. Da habe ich begonnen analog zu fotografien und aufgehört nachzubearbeiten.
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Rosa Panzer
Digitale Fotografien, 2011
Eines Nachmittags bin ich mir einen Panzer kaufen gegangen. Ich habe ihn rosa angesprüht und ihm Umgebungen gebaut, unter anderem aus Zucker. Ich finde auf dem Hagelzuckerhaufen schaut er sehr stolz aus. Das ist das erste Ding, das ich mir extra für Fotos besorgt und dann verändert habe. Er wohnt nach wie vor bei mir im Atelier, zusammen mit anderen wichtigen (zum Teil rosa) Dingen.
rosa
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Linien
(die die ich mag und die die ich nicht mag), Aquarell auf Papier (A5), 2024
Enstanden im Zuge der Performance und Ausstellung „A Womanly Cry“ beim Lauftheater Graz 2024/225.
https://lauftheatergraz.com
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Too…
Garn auf lila Satin (25 x 30cm)
Eine „Sticknotiz“ und eigentlich gehört „too old“ schon mit auf die Liste.
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Ich hör mich an wie meine Mama
Analoge Fotografien (36mm, Farbe, 2020)
Wenn ich mein Bett mache höre ich Mama. Ich mach das wie sie: den Polster an zwei Ecken nehmen, fest schütteln, umdrehen, wieder fest schütteln. Dann den Polster aufstellen und wie ein Judoka beim Holzbrett zerschlagen, mit der Handkante in der Mitte einen Knick schlagen. Dann steht der Polster von alleine und hat keine Falten mehr hat. Perfekt. Ein vertrautes Gefühl schleicht vorbei.
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Ohne Titel
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No words to describe but a body to remember
Wasserfarben auf Papier (A5), 2021
Mein Körper ist lebendiger als ich dachte und er spricht, aber keine Worte. (Erkenntnis nach der Yoga-Ausbildung)
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Zerbrechliches Hinlegen
Analoge Fotografien (36mm, Farbe), 2021
Zum zweiten Mal Hintereinander ist an der selben Stelle der Deckel wunderschön zerbrochen. Gleich wegwerfen war mir zu schade. Vorsichtig ist er nach draußen gewandert – Richtung Restmülltonne. Der neue Deckel ist noch ganz. Sollte er irgendwann kapputt gehen mache ich vielleicht wieder ein Foto.
Van Mojo Cäcilia und Gerhard Sieghartsleitner Anja Zehetgruber Eliana Schnabler Sebastian Reiser Theresa Lipp, Michael Zahnschirm Harald Wawrzyniak, Maria Lichtenegger Miriam Raneburger Annette Behrendt Christoph Staber Kulturverein OAG the smallest gallery Lauftheater Graz Zwupp Dorit Margreiter